Die Stiftung Werner-von-Siemens-Ring hat Elena Jordan und Johannes Tiedau von der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt als Werner-von-Siemens-Fellows 2025 ausgezeichnet. Damit gehen zwei der fünf Ehrungen ins Quantum Valley Lower Saxony. Die Stiftung würdigt mit der Auszeichnung alle zwei Jahre Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus den Natur- und Technikwissenschaften in frühen Karrierephasen, deren wissenschaftliche Leistungen nicht nur fachlich exzellent sind, sondern die auch einen außergewöhnlichen Beitrag zum gesellschaftlichen Fortschritt leisten. Sie ist mit 10.000 Euro dotiert.
Elena Jordan erhält das Fellowship für ihre bahnbrechenden Arbeiten im Bereich der mobilen Quantensensorik. Sie ist führend bei der Entwicklung von skalierbaren Ionenfallen mit integrierter Nanophotonik, welche als Schlüsseltechnologie sowohl in der Quantensensorik als auch im Quantencomputing von Bedeutung ist. Das Design dieser Fallen, welches bereits patentiert ist, entspricht höchsten Standards in der fundamentalen Physik und Frequenzmetrologie. Dadurch legt sie den Grundstein für tragbare Quantensensoren und die Anwendung von Quantentechnologien außerhalb von spezialisierten Laboreinrichtungen.
Johannes Tiedau wurde für seine herausragenden Beiträge zur hochpräzisen Zeitmessung ausgezeichnet. Gemeinsam mit Kolleginnen und Kollegen der TU Wien und der PTB ist es ihm gelungen, den Kernzustand im Isotop Thorium-229 mittels eines Lasers zu verändern. Dies markiert einen entscheidenden Fortschritt in der Entwicklung der ersten optischen Kernuhr. Diese neue Uhrengeneration besitzt das Potenzial, die Genauigkeit der aktuellen optischen Atomuhren noch einmal signifikant zu übertreffen und eröffnet neue Perspektiven für fundamentale physikalische Tests und die präzise Zeitmessung auf höchstem Niveau.