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Aufbau einer Hacker-sicheren Datenverbindung zwischen Hannover und Braunschweig

Aufbau einer Hacker-sicheren Datenverbindung zwischen Hannover und Braunschweig

DFG fördert Quantenkommunikations-Projekt der LUH zur maximal geschützten Übertragung von Informationen zwischen entfernten Orten

Im Rahmen der Großgeräte-Initiative der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) erhält die Leibniz Universität Hannover (LUH) 1,5 Millionen Euro für den Aufbau einer Langstrecken-Verbindung zur Quantenkommunikation zwischen der LUH und der Physikalisch Technischen Bundesanstalt in Braunschweig. Das als InterSync bezeichnete Projekt etabliert dazu eine abhörsichere Datenverbindung zwischen den beiden über 50 Kilometer entfernten Einrichtungen. Ein Team von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern erforscht und demonstriert dafür neue, präzise Zeitsynchronisations-Methoden speziell für den Einsatz in Quantennetzwerken und der Quantenkryptographie. Die exakte Synchronisation ist eine wichtige Voraussetzung für das Funktionieren der Kommunikation. Sie stellt sicher, dass das Senden und Empfangen der Quantenzustände zum richtigen Zeitpunkt geschieht und so Übertragungsfehler vermieden werden.

Die Quantenkryptographie soll Kommunikationswege schützen, selbst wenn künftig verfügbare Quantencomputer klassische Verschlüsselungstechniken aushebeln können sollten. In InterSync nutzen die Forschenden für die Übertragung der Informationen einzelne Lichtteilchen, so genannte Photonen. "Damit lassen sich die Daten absolut sicher übermitteln, sogar dann, wenn ein potentieller Angreifer den Übertragungsweg abhören kann", erläutert Prof. Ilja Gerhardt vom Institut für Festkörperphysik und einer der Projektleiter.

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