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#PushingTheBoundaries: Dunkle Materie mit Präzision aufspüren

#PushingTheBoundaries: Dunkle Materie mit Präzision aufspüren

Was wäre, wenn die genauesten Uhren der Welt das Unsichtbare sichtbar machen könnten? Professorin Elina Fuchs schlägt eine Brücke zwischen Quantensensorik und Hochenergie-Collidern, um einige der größten Grenzen der Teilchenphysik zu verschieben, darunter:

  • Atomuhren und Kernuhren als Detektoren für Dunkle Materie nutzen
  • Mit Quantensensoren die Physik jenseits des Standardmodells erforschen
  • Die Ursprünge der Asymmetrie zwischen Materie und Antimaterie im Universum untersuchen

In unserer Reihe #PushingTheBoundaries stellen wir die Professorinnen des Exzellenzclusters QuantumFrontiers vor und lenken den Blick auf die Herausforderungen, denen Frauen in männerdominierten Bereichen wie der Physik und den Ingenieurwesen begegnen. Zwischen dem Internationalen Tag der Frauen und Mädchen in der Wissenschaft am 11. Februar und dem Internationalen Frauentag am 8. März zeigen wir, wie Frauen das Feld mit ihrer Expertise prägen – und benennen die Veränderungen, die wir vorantreiben wollen.

Anerkennung ist wichtig

Elina erinnert an Pionierinnen, die weit mehr Anerkennung verdient hätten. Eines der Vorbilder für sie ist die Astronomin Vera Rubin, deren Beobachtungen überzeugende Evidenz für Dunkle Materie lieferten.

Früh im Studium war die geringe Anzahl von Frauen im Hörsaal offensichtlich und gegenseitige Unterstützung unter den Studentinnen umso wichtiger. Die vier Physikerinnen aus Elinas Lerngruppe halfen sich gegenseitig durch die Prüfungen und wurden gute Freundinnen.

Während ihrer Promotion und ihrer ersten Postdoc-Stelle erlebte sie auch „Unsichtbarkeit“ – angefangen damit, dass sie aufgrund ihres unabhängigen Stipendiums nicht auf ein Gruppenfoto kam, bis hin zu der Erfahrung, dass ihre Idee erst dann Beachtung fand, nachdem ein männlicher Kollege sie wiederholt hatte. Später folgte Sichtbarkeit – mitunter gar eine gefühlte „Über-Sichtbarkeit“ – durch Vorträge, Öffentlichkeitsarbeit oder Gutachtertätigkeiten. Heute wählt sie Einladungen bewusst aus und nutzt sie, um jüngere Wissenschaftlerinnen zu beraten und zu fördern.

Was muss sich ändern?

Elina hofft auf mehr sichtbare weibliche Rollenvorbilder in allen Karrierephasen, auf ausdrückliche Ermutigung und Mentoring von der Schule bis zur Juniorprofessur sowie auf Gemeinschaften, in denen Frauen Zweifel teilen und in Strategien verwandeln können. Um die Zahl der Mütter in der Wissenschaft zu erhöhen, muss es normal werden, dass Väter – unabhängig von ihrem Beruf – die Hälfte der Elternzeit übernehmen.

Von den kleinsten Frequenzverschiebungen in einer Uhr bis zu den größten Fragen über unser Universum zeigt Elina, wie Präzision neue Horizonte öffnet. Wir freuen uns, sie bei QuantumFrontiers zu haben – und setzen uns für eine Zukunft ein, in der Karrieren wie ihre die Regel sind, nicht die Ausnahme.