Warum ist die Raumzeit krumm?

© QuantumFrontiers/Sofie Puttfarken

Was du schon immer über (Quanten-)Physik wissen wolltest, aber nicht zu fragen wagtest

Die Vereinten Nationen hatten 2025 als das internationale Quanten-Jahr ausgerufen. Für Lea Richtmann, Physikerin im Exzellenzcluster QuantumFrontiers, und die Künstlerinnen Miriam Ebbing, Steff Hörmanseder und Ilona Klein war das der Anlass für ein gemeinsames Projekt.

In einer performativen Ausstellung mit Elementen aus den Bereichen Musik, Projektion, Installation und Videokunst haben sie sich mit einigen Fragen der Physik befasst und dazu eingeladen Themenbereiche wie Licht, Quanten und Gravitation mit verschiedenen Sinnen zu erleben, zu untersuchen und über deren unterschiedlichste Erscheinungsformen zu staunen.

Was sind Quanten? Wie funktioniert Gravitation? Wie entstehen Sterne? Was ist Dunkle Materie und wieso suchen wir sie?

Auf einmal hat es Klick gemacht

Viele Besucher*innen berichteten, dass ihnen die sinnlichen Eindrücke aus den Kunstwerken geholfen hätten, rein kognitiven Erklärungen physikalischer Zusammenhänge besser zu folgen. Eine Person formulierte es so: "Ich habe dieses Bild gesehen und auf einmal hat es Klick gemacht."

Miriam Ebbing und Lea Richtmann

Ein vertraulicher Ort für drängende Fragen

Besonders beliebt war das Physik-Kabinett. In einem eigens eingerichteten Raum konnten die Ausstellungsgäste physikalische Fragen stellen, die ihnen unter den Nägeln brannten – auch solche, die sie sich bisher vielleicht nicht zu stellen trauten. Physikerinnen und Physiker beantworteten die Fragen hinter einem Vorhang sitzend, sodass anonym gefragt werden konnte. Das Angebot stieß auf große Resonanz; oft bildeten sich Schlangen. Neben den direkten Antworten entwickelten sich immer wieder kleine Unterhaltungen, in denen gemeinsam an einer Frage gerätselt wurde. So wurden zugleich die Grenzen von Forschung und Wissen sichtbar.

Nachdem die ersten beiden Aufführungen im April 2025 ein großer Erfolg waren, fanden im Herbst 2025 im Rahmen des Novembers der Wissenschaft zwei weitere Aufführungen in Kooperation mit dem Sachgebiet Wissenschaftsstadt der Landeshauptstadt Hannover statt. Im Dezember 2025 war sie zudem Teil des 39. Chaos Communication Congress in Hamburg.